Friederich: „Mir geht es um einen Mentalitätswechsel“

Ich halte das Wachstum der Stadt für die zentrale Herausforderung der Politik in Potsdam in den nächsten Jahren. Das ist in den vergangenen Jahren gnadenlos unterschätzt worden. Wir definieren uns als weltoffene Stadt – da kann es doch nicht der Ernst sein, das Wachstum begrenzen zu wollen. Diese Stadt hat immer schon gezeigt, dass sie Gestaltungsmöglichkeiten findet – sehen Sie die Ansiedlung der böhmischen Weber in Babelsberg, wovon der Stadtteil noch heute profitiert. Dazu haben wir heute moderne Systeme, mit denen man Wachstum geordnet vorantreiben kann. Da muss man keine Angst vor dem Wachstum verbreiten, wie es etwa Schubert oder Martina Trauth von den Linken tun – begrenzen heißt für mich ausgrenzen und wäre das falsche Signal. Daher in aller Deutlichkeit: Ich stehe für einen Politikwechsel in Potsdam – hier und jetzt. Ein „Weiter so!“ darf es angesichts des Wachstums der Stadt und den damit verbundenen Herausforderungen nicht geben. Die Stadt braucht endlich einen Masterplan, in dem wir gemeinsam die Eckpunkte für ein lebenswertes Potsdam festlegen. Ein Masterplan, mit dem im Rathaus das System der Einzelfallentscheidungen abgelöst wird und in dem Wohnungsbau, Mobilitätsanforderungen, Freizeit- und Einkaufsmöglichkeiten gleichermaßen berücksichtigt werden. Mehr lesen..